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Geschichte der Zündhölzer und Chemischen Feuerzeuge

Die Geschichte des Zündholzes im 19. Jahrhundert nachzuzeichnen, ist nicht einfach. Die Chemie war immer noch dabei, sich als wissenschaftliche Disziplin zu formieren und viele uns heute selbstverständliche Zusammenhänge waren noch nicht Teil der Allgemeinbildung geworden.

So kam es schon unter den Zeitgenossen beim Auftauchen der ersten Streichhölzer und ihrer Vorläufer zu beträchtlicher Begriffsverwirrung. Oft sprachen sie nur von "chemischen Feuerzeugen", auch wenn sie ein ganz bestimmtes meinten. Heute bereitet die Benutzung dieses allgemeinen Begriffes beträchtliche Interpretationsschwierigkeiten.

Nicht selten wurden völlig unterschiedliche Arten mit den gleichen Begriffen bezeichnet. So kann mit einem Tunkfeuerzeug sowohl ein Phosphor- wie auch ein Vitriolfeuerzeug gemeint sein. Dagegen wurden häufig identische Feuerzeuge mit unterschiedlichen Namen belegt. 

Zu diesen Begriffsschwierigkeiten kommet die Tatsache, dass der Patentschutz zu Beginn des 19. Jahrhunderts kaum ausgeprägt war und erfolgversprechende Erfindungen in ganz Europa sofort ihre Nachahmer fanden. Daher ist es oft schwer zu ermitteln, wer nun als erster eine Idee hatte und daher als Erfinder gelten darf.

So gelten zum Beispiel in verschiedenen Ländern jeweils Landsleute als Erfinder des Zündholzes: So wird John Walker, Samuel Jones und Jakob Friedrich Kammerer die Erfindung des Reibzündholzes zugeschrieben. 

Aber auch Stephan Rómer aus Wien und Charles Sauria aus Dôle werden genannt -  um nur die zu aufzuführen. bei denen einige stichhaltige Argumente für ihre Urheberschaft vorliegen. Irrigerweise werden aber auch Karl Walger aus Pfungstadt, Johann Samson Wilhelm Mayer aus Esslingen, Lois Ammüller aus Waiblingen, Janos Iriny aus Albis, Sansone Valobra aus Fossano oder Domenico Ghigliano als Erfinder gehandelt.

Dabei ist die chemische Zusammensetzung der frühen Zündhölzer oft unklar - nicht jedes Hölzchen, das durch Reiben entzündet wird, entspricht unseren Streichhölzern. Letztlich war die Entwicklung des Streichholzes ein evolutionärer Prozess, an dem viele beteiligt waren und der hier nachgezeichnet werden soll.

 


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